| |
französ. Variante des Jugendstils, Bezeichnung nach Galerieausstellung des Kunsthändlers S. Bing 1895 geprägt. Internationale Strömung, resultierend aus dem Betreben, den Eklektizismus durch eine völlig neue Formgebung in Kunst und Handwerk zu überwinden. Hauptperiode zwischen 1884 u. 1905. Gekennzeichnet durch charakterist. dekorative Formen in Gestalt langgezogener an- u. abschwellender vegetabiler Ranken und Linien. Beitrag zur Aufwertung der alltägl. Umgebung durch eine anspruchsvolle moderne Formgebung. Synthese von Elementen der nachimpressionist. Malerei, Japan. Farbholzschnitten, der Plakatkunst, der engl. Buchgraphik des Kreises um J. Ruskin u. W. Morris (»Arts-and-Craft«-Bewegung), der Keramik, der französ. Möbel- u. Glaskunst von E.Galle, der Anregungen durch die Belgier V. Horta u. H.van de Velde. Bedeutendes Beispiel im Bereich der Architektur ist die Ausgestaltung des ältesten Pariser Metronetzes durch Hector Gui-mard. Vielfältige Verbindung zwischen Architektur u. Ornamentik (Bauplastik). |
|