| |
Kunststil z. Z. des entfalteten Feudalabsolutismus u. der Gegenreformation unter den Ökonom. Bedingungen des merkantilist. Manufakturkapitalismus. Verbreitung in Italien seit etwa 1560-80, in den übrigen Ländern Europas etwa zwischen 1620-1750. Mittel prunkvoller Macht- u. Repräsentationspolitik der herrschenden Klasse gegenüber dem aufstrebenden Bürgertum. Gekennzeichnet durch stilistisch unterschiedl. Strömungen von der kraftvollen Formenbewegtheit über die spannungsreich-rhythm. Gestaltung bewegter Räume bis zu klassizist.-palla-dianist. Tendenzen unter großartiger Synthese von Architektur, Plastik u. Malerei. Hauptbauaufgaben waren das fürstl. Schloß mit Ehrenhof (Cour dhonneur), Park (Französischer Garten), Orangerie, Marstall usw. als Mittelpunkt axialer städtebaul. Konzeptionen, ferner das städt. Adelspalais u. Landschloß, die vom Typus der »II Gesü« in Rom abgeleiteten Kirchenbauten mit charakterist. Verschmelzung von Langhaus u. Zentralraum sowie ausgedehnte Klosteranlagen. Hauptvertreter: Bernini, Borromini, Maderno, Guarini, Fischer von Erlach, Hildebrandt, Neumann, Pöppelmann, Schlüter, Knobelsdorff u. a. m. Abb. S. 30. |
|