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Bauakademie

 
     
  1799 unter Mitwirkung von D. Gilly als Paralleleinrichtung zur Akademie der Künste in Berlin gegründete königl.-preuß. Lehranstalt u. wissenschaftl. Einrichtung zur Lösung bautechn. Fragen im Dienste der staatl. Bauverwaltung. Der Inhalt der Lehrtätigkeit wurde vor allem geprägt durch D. Gilly, K. F. Schinkel, den Gewerbepolitiker Peter Christian Beuth (1781-1853) u. zahlr. Persönlichkeiten, die selbst aus der Institution hervorgingen, darunter Ingenieure u. Arch. wie F. Adler, F. v. Arnim, H. Blankenstein, C. F. Busse, G Erbkam, J. A. Eytelwein, M. Gropius, L. F. Hesse, F. Hitzig, L. Hoffmann, C. F. Langhans, L. Persius, H. Strack, F. A. Stüler, H. Waesemann u. a. m. Zugleich Wirkungsort namhafter Bau- u. Kunsthistoriker wie Jacob Burckhardt (1818-97), Franz Kugler (1808-58), Wilhelm Lübke (1826-93), Carl Friedrich v.Rumohr (1775-1843), Karl Schnaase (1798-1875), Gustav Friedrich Waagen (1794-1868). Hauptgegenstände der Lehrtätigkeit waren Feldmeßkunde, Gebäudekonstruktion, Statik, Mechanik, Bauphysik, Mathematik, Optik, Hydraulik, Maschinenlehre, Schleusen-, Brücken- u. Wegebaukunst, Strom- u. Deichbaukunst, perspektiv. u. architekton. Zeichnen, Kunst der Bauverzierungen, Baugeschichte, Stadtbaukunst, Ökonom. Baukunst u. Geschäftsstil. Urspr. Unterbringung im Verwaltungsbau des preuß. Generaldirektoriums am Berliner Hausvogteiplatz, seit 1800 in der ehem. Münze am Werderschen Markt, seit 1835 in dem dort von K. F. Schinkel speziell errichteten Gebäude der »Bauakademie« (nach Zerstörung im 2. Weltkrieg abgetragen). Die Einrichtung wirkte nachhaltig auf die Entwicklung des deutschen u. teilweise auch des osteuropäischen Bauwesens. Die zunehmende Orientierung Ende des 19. Jh. auf Erfordernisse einer universitären Forschung u. Ausbildung führte 1879 unter Vereinigung der Bauakademie u. der Berliner Gewerbeakademie zur Gründung der Technischen Hochschule Charlottenburg. Nachfolgeinstitutionen der Bauakademie im Dienste der Bauverwaltung waren u. a. die 1880 gegründete Preuß. Akademie des Bauwesens, 1933 umgewandelt in die Akademie des Großdeutschen Reiches, ferner die Dt. Akademie für Bauforschung, die Akademie für Landesforschung u. Reichsplanung, entstanden 1935 aus der Freien Akademie des Städtebaues u. Dt. Akademie für Städtebau, Reichs- u. Landesplanung. 1951 Gründung einer neuen staatl. »Dt. Bauakademie« in der DDR als Zentrum der Bauforschung in Berlin, 1972 umbenannt in »Bauakademie der DDR«, 1991 aufgelöst.  
 

 

 

 
 
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