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[gr.], urspr. Raum für Sänger u. Priester im Inneren altchristl. u. mittel-alterl. Kirchen, später allgemein übertragen auf Altarraum im Ostteil des Hauptschiffes (Chorquadrat mit Apsis). Als Aktionsbereich der Geistlichen in der Regel durch Stützenwechsel, Bodenschwelle, Chorschranken (12. bis 13. Jh.), Lettner (13.-14. Jh. mit Ausläufern bis 16. Jh.) oder Doxale (18. Jh.) vom Laienteil der Kirche geschieden. Raum unter dem Chor vielfach im 9.-13. Jh. durch Krypta genutzt. In dieser Zeit auch Erweiterungen durch Nebenchöre, Staffelchöre, Kapellenkränze (Radialkapellen), Chorumgänge (Weiterführung der Seitenschiffe um den Chor) u. roman. Doppelchoranlagen. Im 14./15. Jh. durch Vergrößerung des liturg. Aufwandes mit starkem Priesteraufgebot Anlage gewaltiger Langchöre (z.B. Dom in Erfurt) u. Hallenchöre (z.B. Gmünd). |
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