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[gr.], in Kunst u. Architektur, im Gegensatz zum Historismus, die unschöpfer. u. selektive Wiederverwendung überlieferter Stilformen. Nachweisbar seit der Antike. Höhepunkt u. Hauptbeispiele in 2. H. 19. Jh., gestützt durch Rückgriffe auf Kunstäußerungen aller Epochen u. Kontinente. Die Nichtübereinstimmung von Funktion, Form, Konstruktion u. Dekoration wurde pseudophilosophisch untermauert. »Stilkataloge« wiesen aus, daß Adel u. Klerus Neogotik u. Neobarock bevorzugten, während das Großbürgertum Neorenaissance u. Neoklassizismus förderten u. das Kleinbürgertum die »Heimatkunst«. Durch progressive Strömungen des Jugendstils, des Deutschen Werkbundes, der Neuen Sachlichkeit, des Bauhauses usw. wurde dem Eklektizismus seit 1900 systematisch die Basis entzogen. |
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