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Gärten sind als künstlich bepflanzte Naturbereiche bekannt seit babylon. Zeit (Palastgärten der Könige, hängende Gärten der Semiramis), prächtige Anlagen in Theben (um 1400 v. u. Z.), ebenso im griech. Kulturbereich u. Römerzeit (Villa Hadriani b. Tivoli), auch im islam. Gebiet (Persien, Arabien, besonders 8.-14. Jh.), China u. Japan. In Mittel- u. Nordeuropa im Mittelalter Anfänge als Kräuter- u. Arzneigärten in Burgen u. Klöstern, einfache Blumengärten an Dorf- u. Bürgerhäusern. Höhepunkte erst seit der Renaissance mit neuem Naturerlebnis (Villa Medici in Fiesole, Villa dEste in Tivoli, um 1550). Neue Blüte im französ. Barock (Französischer Garten). Als Gegenreaktion entwickelte sich seit M. 18. Jh. der Englische Garten. Er gab das Vorbild für den rationalen Landschaftspark des 19. Jh., zu dessen Entwicklung vor allem P. J. Lenne beitrug. Unter seinen Nachfolgern entstand in den Großstädten die abgeleitete Form des Volksparks (G. Meyer, Berlin-Friedrichshain, Berlin-Treptow). Seit 1864 entstand in den Großstädten als Reaktion auf die Mietskasernenbebauung die reformer. Schrebergartenbewegung, die große innerstädt. Flächen in Kleingartengelände verwandelte. Aus dieser Situation in Verbindung mit der Landschaftsgestaltung u. Durchgrü-nung der Städte erwuchs u. a. die Gartenstadt-Bewegung. Die Gartenkunst der Gegenwart wird in stärkerem Maße als Gartengestaltung, Gartenarchitektur, Freiflächen- u. Landschaftsgestaltung differenziert. Sie dient dem Bedürfnis der Menschen nach Kultur-u. Freizeitgestaltung außerhalb der Wohnung. |
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