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Gartenstadt

 
     
  E. 19. Jh. mit Verschlechterung der Wohnbedingungen in großen Städten unter reformer. Anregung durch E. Howard in Stadtrandzonen auf billigem Boden gegründete, durchgrünte Einfamilienhaussiedlungen für Arbeiter u. Angestellte. Dezentralisierte Anlagen in der Nähe neuer Industriestandorte, die in den enger werdenden Großstädten auf Wachstumsbegrenzungen stießen. 1899 Gründung der ersten Gartenstadtgesellschaft in England, noch unter utop. Vorstellungen der Umwandlung des gesamten Siedlungswesens in ein Netz von Zentral- u. Trabantenstädten, die in Zentren aus gesellschaftl. Einrichtungen bestehen sollten, auf die zonenmäßig Kleinhäuser mit Hausgärten, dann Arbeitsstätten u. Industrie u. am äußersten Rand die Landwirtschaft folgen sollten. 1903 erste engl. Anlage in Letchworth (R. Unwin). 1902 Gründung der ersten dt. Gartenstadtgesellschaft mit veränderter Zielsetzung der Reformierung bürgerl. Lebensformen, verbunden mit progressiven kulturellen u. polit. Aufgaben. Erste Realisierungen in Dresden-Hellerau (ab 1907, H.Tessenow), torsohaft mit Wohnstadtcharakter wie auch zahlr. andere Gartenstadtsiedlungen in Berlin, Leipzig, Essen, Magdeburg usw. Vorherrschend Kleinsiedlungen an Stadträndern in durchgrünten Gebieten, die im Gegensatz zur spekulativen innerstädt. dichten Massenwohnbebauung der Gründerzeit um 1900 billigere u. gesündere Wohnmöglichkeiten für Minderbemittelte eröffneten.  
 

 

 

 
 
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