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Gewölbe

gekrümmte Raumdecke aus Steinen, deren Fugen auf den Mittelpunkt der Wölbung ausgerichtet sind, unterschieden von den horizontalen Vorkragungen der Steinschichten des falschen Gewölbes. Bestehend aus tragenden Schalen oder tragenden Rippen, zwischen denen die Gewölbekappen eingespannt sind. Bis zur Erfindung des Stahlbetons einzige Möglichkeit zur massiven Überdeckung großer Räume. Bekannt schon im alten Ägypten, technisch hochentwickelt in der Römerzeit (Konstantinsbasilika in Rom mit Spannweiten bis 25 m) u. byzantin. Kuppelkirchenbau. In der europäischen Romanik seit E. 11. Jh. wichtiges Element des Kirchenbaues, besonders in Burgund, Lombardei u. Rheinland. Seitdem bis zur Gegenwart Mittel der Raumüberdeckung als Tonnengewölbe, Kreuzgewölbe, Kreuzrippengewölbe, Domikalgewölbe, Dreistrahlgewölbe, Sterngewölbe, Netzgewölbe, Fächergewölbe, Klostergewölbe, Muldengewölbe, Schirmgewölbe, Spiegelgewölbe, Tropfsteingewölbe u. a.

 

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