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dekorative Kunstrichtung der Jahrhundertwende in Deutschland (etwa 1890-1910) zur Überwindung von Historismus u. Eklektizismus. Benannt nach der ab 1896 erschienenen avantgardist. Münchner Zeitschrift »Jugend«. Basierend auf der Weiterentwicklung der Ideen von W. Morries u. der engl. »Arts-and-Crafts«-Bewe-gung. Kennzeichnende Formen sind u. a. pflanzl. Ranken aus kurvigen, gewellten u. flammenden Linienführungen in vielfältig variierter Ornamentik. Ihre geschwungenen Formen wurden in der Architektur auch auf die Grundrißbildung u. die Fassadengestaltung übertragen. Dt. Hauptvertreter waren Hermann Obrist, A. Endell, J. M. 01-brich, Bernhard Pankok u. P. Behrens. Insgesamt eine Variante gesamteuropäischer Stilkunst, auftretend in Frankreich als Art Nouveau, in England als Modern Style, in Österreich als Sezessionsstil, in Spanien als Arte mo-dernista usw. |
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