| |
Urspr. Rechtsprechung unter freiem Himmel, seit 2. Jh. v.u.Z. in Rom verlegt in die Apsis der Basilika. Im Mittelalter Tagungen des Hohen Gerichts vor Kirchenportalen (Weltgerichtsportale) u. in Königssälen der Pfalzen, niederes Gericht vor oder im Rathaus (Gerichtslauben, 13.-15. Jh.), seit 16. Jh. spezielle Richterstuben in Rathäusern. Erst in 2. H. 19. Jh. selbständige Bauaufgabe als monumentale, Respekt erheischende Machtsymbole des Staatsapparates. Höhepunkte bildeten die überkuppelten Justizpaläste in Paris (1840), Brüssel (1866-79), Wien (1875-81), München (1890-97) u. Leipzig (1888-95). |
|