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Lehmbauweise

 
     
  ungebrannter Lehm, der in Form des Lehmziegelbaues, Lehmstampfbaues (Schalverfahren), Lehmweilerbaues (schalungsloses Aufschichten) u. des Lehmfachwerks als Baumaterial verwendet wird. Älteste Anwendungsspuren im Orient (5. Jt. v.u. Z.) unter Benutzung luftgetrockneter Lehmziegel (Adoben). Seit 3. Jt. v. u. Z. Material für die monumentalen Königsbauten u. Zikkurate in Mesopotamien. Seit 2. Jt. in Assyrien erste Verkleidungen des Lehmmauerwerks mit gebrannten Ziegeln. Auch bei den Ägyptern bestanden die Wohnbauten fast ausnahmslos aus Lehm mit stabilisierenden Zuschlägen, in der griech.-röm. Antike ebenfalls umfangreicher Anteil an Lehmbauten. Noch in der Gegenwart verbreitet in der afrikanischen Baukunst der bäuerl. Bevölkerung (Lehmhäuser, Lehmburgen), bei Indianerkulturen Mexikos u. Südamerikas (Pueblos) sowie anderen Völkern. Als Lehmstampfbau u. Lehmfachwerk vielfach bis ins 19. Jh. in Europa angewendet, speziell in materialarmen Notzeiten, so u.a. auch nach dem 2.Weltkrieg.  
 

 

 

 
 
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