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Marktplatz

 
     
  früheste Platzform im Städtebau. Ältester Ort des Warenaustauschs u. Handels, Konzentrationspunkt städt. Lebens. In antiken Kulturen entsprechend die griech. Agora, im röm. Einflußgebiet als Forum angelegt. In Europa seit dem 10. Jh. urwüchsige Herausbildung an wichtigen Fernstraßen, meist im Bereich des Sub-urbiums auf dem Vorgelände feudaler Burganlagen, an Flußübergängen oder vor bedeutenden Sakralanlagen. Seit der Zeit der bewußten Stadtgründungen durch Lokatoren ab 12./13. Jh. bevorzugtes AnSiedlungsgebiet von Händlern u. Handwerkern unter Errichtung stattl. Marktkirchen. Nach Erlangen der städt. Freiheiten Standort des bürgert. Rathauses, bedeutender Gilde- u. Zunftbauten sowie repräsentativer Wohnhäuser patrizial. Bürger u. Ratsherren. Reguläre Ausbildung der Märkte in überwiegend längsrechteckigen u. quadrat., seltener dreieckigen Formen im Zentrum regelmäßig gerasterter Stadtgrundrisse. In größeren Städten oftmals zugeordnete kleinere Nebenmärkte für Handel mit Vieh, Fisch, Salz, Holz, Töpferwaren u. dgl. Teilweise großartige architekton. Gestaltung seit Mittelalter u. Renaissance als Zeichen des Reichtums u. der Ökonom. Macht des Bürgertums in sichtbarer Konkurrenz zu den Feudalmächten. Seit dem späten 19. Jh. vielfach überbaut durch große Geschäftshäuser.  
 

 

 

 
 
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