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Mauerwerk

 
     
  Steingefüge mit Mörtelbindung im Gegensatz zum mörtellosen Trockenmauerwerk. Überwiegendes Auftreten als massives Vollmauerwerk u. aus 2 Mauerschalen bestehendes Hohlmauerwerk. Hauptmaterialien: Bruchsteine, Haustein, Bossen, Quader, Backsteine u. Feldsteine, die seit der Frühzeit verschiedenartigen Bearbeitungsarten unterworfen waren. Älteste Beispiele im Vorderen Orient aus Feldsteinen u. Lehmmörtel (8. Jt. v. u. Z.) nachgewiesen. Kalkmörtel erst im 3. Jh. v.u.Z. systematisch verbreitet. Älteste frühgeschichtl. Mauerwerksart in Vorderasien war das Kastenmauersystem, in Griechenland das Zyklopenmauerwerk u. Polygonalmauerwerk, seit 6.Jh. v.u.Z. das Quadermauerwerk. Seit der röm. Antike Blüte des Misch-, Schalen- u. Ziegelmauerwerks, Übertragung auf Arabien u. Syrien, nach der Völkerwanderungszeit auch auf nord- u. osteuropäische Länder, wo vorher Holz- u. Lehmbauten dominierten. In Romanik u. Gotik Blüte des Bruchstein- u. Hausteinquaderbaues, in Gotik Blüte der Backsteinmauertechnik. Seit der italien. Renaissance Verbreitung des Bossenquadermauerwerks, in der französ. u. engl. Baukunst des 16./17. Jh. sowie im Barock häufige Anwendung des Steinfachwerks. Sonst seit 16. Jh. Kernsubstanz überwiegend aus Backstein mit Putz u. Verblendarchitekturen. Neuerl. Aufwertung durch den Materialstil. Seit der 2. H. 20. Jh. mit Durchsetzung des industriellen Bauens mehr auf sekundäre Bauaufgaben, Ausfachungen, Verkleidungen usw. beschränkt.  
 

 

 

 
 
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