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westislam. Kunst- u. Architekturform, hervorgegangen aus der Kunst der span. Omaijaden während der Herrschaftsperiode der aus Mauretanien stammenden Herrscher des 11.-13. Jh., als sich das Zentrum der Macht von Andalusien nach Marokko (Marrakesch, Rabat) verlagerte. Teilweise verbunden mit der Aufnahme ostislam. Elemente. Bis zum 15. Jh. übernommen von den Berberdynastien, von der christl. Baukunst Spaniens während des 13. Jh. als maur.-got. Mischstil (Mudejar-Stil). Letzterer auch mit späten Auswirkungen auf den Barock in Europa und Lateinamerika. Hauptzentren: Marrakesch, Rabat, Fes, Algier, Tunis, Taza, Malaga, Sevilla, Almeria; Granada als letzter Höhepunkt im 14./15. Jh. Anwendung beim Bau von Moscheen, Palästen u. Festungen. Charakterisiert durch reich verzierte Bogenformen in Kuppeln, Wölbungen u. Nischen, Zwillingsfenster, herauskragende Schutzdächer, durchbrochene Wände, kassettierte Holzdek-ken, reich stuckierte Wände u. Portale, seit dem 14. Jh. durch geometr. Fayencemosaik. Beispiele: Hallenmoschee in Cordoba (9./10. Jh.), Hofmoschee in Marrakesch (12. Jh.), Karawijin-Mo-schee in Fes (1613-24), Löwenhof der Alhambra in Granada (14. Jh.). |
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