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urspr. ein geweihter Musentempel, seit dem 19. Jh. mit der Entwicklung der wissenschaftl. Forschungen eine selbständige Bauaufgabe zur Aufbewahrung u. Aufstellung von Kunstsammlungen, die vorher in den zum Schloß gehörenden Kunst- u. Wunderkammern, Bibliotheken u. Galerien absolutist. Fürsten unter Ausschluß der Öffentlichkeit angehäuft wurden. Nach zunehmender Überführung königl, fürstl., kirchl. u. klösterl. Kunstbesitzes seit A. 19. Jh. in Nationaleigentum entstanden bedeutende Bauwerke: Glyptothek in München (L.v. Klenze, 1816-34), Altes Museum Berlin (K.F.Schinkel, 1825-28), Neues Museum Berlin (F.A.Stüler, 1843-55), British Museum in London (R. u. S. Smirke, 1847), Gemäldegalerie Dresden (G. Semper, 1847-54), Hofmuseum in Wien (K. v. Hasenauer, 1872-89) u.a. Bis zur Gegenwart Erfüllung umfangreicher Raumprogramme mit Ausstellungs-, Depot-, Verwal-tungs-, Bibliotheks-, Restauratorenräumen, gastronom. Einrichtungen; z. B. Neue National-Galerie u. Bauhaus-Archiv in Berlin, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, Kest-ner-Museum Hannover, Guggenheim-Museum New York, Musee dOrsay Paris, Neue Staatsgalerie Stuttgart. |
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