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(Neugotik), ausgeprägteste Strömung des Historismus, die um 1750 von Frankreich u. England ausging u. sich über Europa bis nach Rußland verbreitete. Verbunden mit sentimentaler Hinwendung zur Natur, gefördert durch Ideen J. J. Rousseaus; Parallele zum Frühklassizismus (Engl. Garten, künstl. Ruine). In der Frühphase um 1800 in Deutschland vom Adel getragen (Nauener Tor in Potsdam, Got. Haus in Wörlitz u. a.), seit der Französ. Revolution, gemischt mit Ideen der Romantik, als nationaler Stil des Bürgertums propagiert. Verstärkung der bürgerl. Tendenz nach den Freiheitskriegen mit gewecktem neuen Ge-schichts- u. Nationalbewußtsein, u. a. dokumentiert in zahlr. Ergänzungen got. Bauwerke, z.B. an Domen in Köln, Prag. In der 2. H. 19. Jh. erneut umgemünzt als Mittel der Mittelalter-Verherrlichung. Daher Hauptanwendung auf Schloß- u. Kirchenbauten bis 1900. Hauptvertreter in Deutschland: K. F. Schinkel, E.-F. Zwirner, G. Moller, G. Semper, B. Schmitz u. a. |
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