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Neorenaissance

 
     
  (Neurenaissance), von Frankreich ausgehende Strömung des Historismus mit Wiederaufnahme von Renaissanceformen. Zunächst nach 1800 als Widerspiegelung neu errungener Klassenpositionen des Bürgertums in Erinnerung an den Stil freier italien. Stadtrepubliken der Frührenaissance. Dann aber seit etwa 1840 Aneignung durch den Adel, nunmehr jedoch in Erinnerung an den Glanz fürstl. Höfe der Hochrenaissance. Hauptvertreter: L. v. Klenze, F. v. Gärtner, K. F. Schinkel, G. A. Dermaler, F. A. Stüler, -» G. Semper, K. v. Hasenauer. Besonders Sempers bürgerl. Interpretation des demokrat-humanist. Gehaltes führte zu einer großen Anzahl repräsentativer Bauten der Kunst, Bildung u. Wissenschaft sowie geschlossenen städtebaul. Räumen (Ringstraßen u. a. m.). Etwa 1870 mit Hervorhebung des nationalen Inhalts (G. v. Seidl, K. Hocheder) Übergang von den italien. zu Formen der »maier.« dt. Renaissance mit Bevorzugung bei Villen, Rathäusern, Schulen u. Geschäftshäusern bei gleichzeitigem Übergang zum Neobarock als offiziellem Staatsbaustil.  
 

 

 

 
 
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