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[lat.], fürstl. oder herrschaftl. Wohnsitz, ausgebildet als Schloß, Residenz, Adelssitz, weitläufiges Stadtoder Landhaus reicher privilegierter, auch bürgert. Familien, sowie öffentl. Prachtbauten. Frühe Beispiele bereits im alten Ägypten in der Periode des Neuen Reiches in Amarna u. Theben. Seit 1. H. 3. Jt. v. u. Z. verbreitet im Alten Orient in Babylonien (z. B. Eridu) u. im Iran (Anschan), ebenso in Syrien seit 1. Jt. v.u.Z. u. in der Kretisch-minoischen Architektur des 2. Jh. v.u.Z. (Knossos, Phaistos). Ausprägung des röm. Palastes im 1. Jh. (Palatinum in Rom). Hauptentwicklung in Europa in Italien seit dem 14. Jh., speziell in der Architektur von Florenz im 15. Jh. unter Michelozzo di Bartolomeo. Im 17. u. 18. Jh. starke Impulse aus Frankreich durch den Bau von Schloßanlagen, Stadtpalästen u. Hotels. Im 19. Jh. spezielle Formen voluminöser Verwaltungspaläste, insbesonders für Parlamente u. Justizbehörden (Berliner Reichstag, Reichsgericht Leipzig) sowie für Ausstellungszwecke (Grande Palais Paris), für Bildung u. Kultur (Kulturhaus). |
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