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Gebäude für Ratsversammlungen existierten als Buleute-rion, verwandt der Anlage antiker Theater, bereits im alten Griechenland, z.B. in Milet, Priene. Im röm. Reich Entwicklung zur Curia, einem längsrechteckigen Versammlungsraum mit ansteigenden Rängen. Seit dem Mittelalter Ausprägung als Halle, in Italien seit dem 12. Jh. vielfach 2geschossig mit Markt- u. Gerichtshalle im Erdgeschoß sowie Bürgersaal im Obergeschoß, z.B. in Verona, Orvieto, Piacenza, Perugia, Siena u. der Palazzo Vecchio in Florenz (1298-1314). In Deutschland seit dem 14. Jh. additive Gruppenbauten unter Hinzunahme repräsentativer Bürgerhäuser, z. B. in Münster, Köln, Bremen (1406), Tangermünde (um 1430), Stralsund (14./15. Jh.). Neue Gebäudeformen entstanden mit der Vergrößerung der Städte seit der Renaissance, insbesondere belegt durch den sächs. Rathaustyp, z. B. in Wittenberg, Altenburg, Torgau, u. das Augsburger Rathaus (E. Holl, 1620). Seit 2.H. 19. Jh. Ausbildung zu großen Verwaltungsgebäuden mit langen Korridorsystemen u. Amtszimmern hinter palastartigen Außenfassaden u. an Lichthöfen, z.B. Rotes Rathaus Berlin (H. Waesemann, 1861-70). Seit A 20. Jh. noch stärkere Raum- u. Funktionsdifferenzierung, z. B. Neues Rathaus Leipzig (H. Licht, 1905), Stockholm (1919-23). Moderne Beispiele: in Säynätsalo/Finnland (A. Aalto, 1949-52), Tokio (K. Tange, 1952-57), Amsterdam in Kombination mit dem Opernhaus (W. Holzbauer, 1982-87). |
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