| |
eine sich gegen E. 19. Jh. herausbildende Strömung der Architektur, die im Gegensatz zu den historisierenden Stilperioden u. den dekorativen Formen des Jugendstils, nicht zuletzt unter den Einflüssen moderner Ingenieurbaukunst, eine Versachlichung der Außen- u. Innengestaltung von Bauwerken anstrebte. Als wichtige Übergangsstufe zwischen 1890 u. 1914 wurde das Nützlichkeitsdenken unter Besinnung auf elementare Wirkungswerte der Architektur im europäischen Bereich, insbesonders in Deutschland, Holland u. nach 1917 auch in der UdSSR, propagiert als eine zum Funktionalismus führende Tendenz. In Deutschland vertreten durch C. Sitte, Th. Fischer, F. Schumacher, W. Kreis, H. Poelzig, P. Behrens u.a., vor allem auch durch die Angehörigen des Deutschen Werkbundes. Gewisse Erscheinungen eines vorübergehenden Neoklassizismus mündeten in den 20er Jahren in die konsequenteren Formen eines »konstruktiven prakt. Realismus« des Neuen Bauens. |
|