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spezielle architek-ton. Ausprägung der Renaissancebaukunst im Mittel- u. Oberwesergebiet. Getragen vom Handelsbürgertum der Städte, besonders aber vom mittleren Adel. Letzterer hatte durch rigoroses »Abmeiern« der Bauern von ihren Höfen u. Verdingung als kaiserl. Söldner hohe Anteile an Kriegsbeuten in den nachreformator. Glaubenskriegen erzielt, die sie zum Ausbau ihrer Hausmacht, aber auch zum Um- u. Ausbau prächtiger Schlösser verwendeten. Charakterist. Gestaltungselemente unter niederdt. u. niederländ. Einfluß sind rohe oder verputzte Bruchsteinbauten (Schlösser, Rathäuser, Zunft- u. Bürgerhäuser) mit bandel- u. beschlagwerkar-tigen Hausteingliederungen u. typ. Formen »Welscher Giebel« aus Viertel- u. Halbkreissegmenten. Hauptbeispiele: Hämelschenburg bei Hameln (1588ff.), Schlösser in Hülsede, Stadthagen, Detmold, Brakel, Varenholz; Rathäuser in Lüneburg, Celle, Stadthagen, Rinteln, Nienburg, Hannoversch-Münden u. a. |
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