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Zisterzienserbaukunst

 
     
  Architektur des 1098 mit dem Stammkloster Ci-teaux in Burgund gegründeten Ordens, der als Reformbewegung gegen die zunehmende Verweltlichung mönch. Lebens mit einem auf Enthaltsamkeit und Einfachheit gerichteten Arbeitsleben auftrat, sich der Kultivierung unwirtlicher Gebiete widmete u. durch ein großes System von Tochtergründungen mächtigen feudalen Grundbesitz anhäufte. Um 1200 bestanden bereits über 500 Niederlassungen in Frankreich, Spanien, England, Italien u. Deutschland mit strengen Ordensregeln, die auch die Architektur bestimmten: Lage in Niederungen, gestrecktes u. flachgedecktes Langhaus, Turmlosigkeit mit Ausnahme von Dachreitern, vorwiegend rechteckige Chor- u. Kapellenabschlüsse, umfangreiche Wirtschaftshöfe, einfache Details sowie äußerste Schmuckarmut, die jedoch mit dem Verfall des Ordens im 14. Jh. aufgegeben wurde. Mit den Ordensgewohnheiten u. den anfangs durch das Generalkapitel überwachten Bauregeln wurden die französ.-bur-gund. Stilformen der Frühgotik auf Spanien, Italien u. Deutschland übertragen, wovon neben den Klöstern auch Dome u. Stiftskirchen, Burganlagen u. Stadtkirchen betroffen waren. Die von dieser zisterziens. Frühgotik durchdrungene Baukunst nahm seit A. 13. Jh. eine Sonderstellung ein. Hauptbeispiele: die Klöster Walkenried (1127), Ebrach (1200-82), Eberbach/Rheingau (1131) u. Maulbronn (1138), die Dome in Magdeburg, Bamberg u. Naumburg sowie die späten Klosteranlagen von Chorin u. Doberan (13./14. Jh.).  
 

 

 

 
 
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